10 Tipps für einen sauberen Teppich: Die besten Tipps gegen Flecken

Titelbild: 10 Tipps für einen sauberen Teppich: Die besten Tipps gegen Flecken

Teppichflecken gehören zu den Verschmutzungen, die im Alltag oft schneller entstehen, als man reagieren kann. Ein verschüttetes Getränk, Schokolade, Rotwein oder Straßenschmutz reichen aus, damit der Teppich sichtbar leidet. Entscheidend ist dann nicht nur, womit gereinigt wird, sondern vor allem, wie schnell und mit welcher Methode man handelt.

In diesem Ratgeber geht es darum, wie sich Teppichflecken Schritt für Schritt sinnvoll behandeln lassen, welche Hausmittel bei wasserlöslichen und hartnäckigen Flecken helfen und welche typischen Fehler vermieden werden sollten. Außerdem zeigen wir, wann einfache Mittel ausreichen und wann besser professionelle Hilfe gefragt ist.

Flecken sofort behandeln – denn je älter, desto schlechter

Viele lassen einige Zeit verstreichen, bevor sie sich an die Entfernung von Teppichflecken machen – doch das ist ein fataler Fehler. Als eiserne Faustregel bei der Bekämpfung von Teppichflecken gilt: je früher, desto besser. Denn je länger mit der Fleckenentfernung gewartet wird, desto tiefer dringt der Schmutz in die Teppichfasern ein, bis er schließlich auch mit dem kräftigsten Reinigungsmittel nicht mehr gänzlich zu entfernen ist.

Daher am besten sofort nach dem Entstehen des Flecks – also wenn der Rotweinfleck noch nass und die Schokoladenkrümel noch nicht zertreten sind – mit der Reinigung des Teppichs beginnen. Nur so besteht überhaupt die Chance, den Teppich wieder fleckenfrei zu bekommen.

Check den Fleck

Bevor dem Teppichfleck mit etwaigen Putzmitteln und Reinigungstechniken zu Leibe gerückt wird, sollte zuerst geprüft werden, um was für eine Art von Fleck es sich überhaupt handelt. Das heißt, man sollte prüfen, ob der Fleck wasserlöslich ist oder nicht. Denn das hat entscheidenden Einfluss darauf, mit welchen Reinigungsmitteln der Fleck aus dem Teppich entfernt werden kann.

Die Prüfung des Flecks funktioniert ganz einfach: Nachdem man mit einem Staubsauger groben Dreck, z. B. die noch nicht zertretenen Schokoladenkrümel, entfernt hat, tupft man vorsichtig mit einem nur mit Wasser befeuchteten Tuch auf den Fleck. Ist der Fleck wasserlöslich, bleibt ein geringer Teil davon schon jetzt an dem Tuch haften. In diesem Fall sollte die Reinigung des Teppichs – natürlich in Abhängigkeit des Verschmutzungsgrades – nicht allzu schwierig sein.

Denn wasserlöslichen Flecken kann man meist mit ganz normalen Hausmitteln beikommen, wie Seife oder Salmiakgeist. Ist das Tuch dagegen nach dem Tupfen unverändert, handelt es sich um einen nicht wasserlöslichen Teppichfleck. In diesem Fall müssen härtere Geschütze aufgefahren werden, wie zum Beispiel Waschbenzin oder chemische Reiniger.

Egal, welche Reinigungsmittel verwendet werden, sie sollten zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle des Teppichs aufgetragen werden, um zu testen, ob dadurch die Farbe des Teppichs ausbleicht oder Rückstände neue Flecken verursachen. Siehe Blog: Auslegware reinigen – Wie bekomme ich meine Auslegware wieder richtig sauber?

Flecken von außen nach innen bekämpfen

Hat man sich für ein Reinigungsmittel entschieden, geht es an die Bekämpfung der Teppichflecken. Naturgemäß wird nun häufig versucht, durch intensives Reiben dem Fleck den Garaus zu machen. Doch Achtung: Diese Reinigungstechnik bewirkt genau das Gegenteil. Durch den Druck und die Reibebewegung werden die Schmutzpartikel nur noch tiefer in die Teppichfasern gerieben und zusätzlich verteilt.

So werden auch Stellen des Teppichs schmutzig, die zuvor noch sauber waren. Statt zu reiben, empfehlen Experten daher das Tupfen von außen nach innen. So wird der Fleck von außen nach innen gereinigt und immer kleiner, bis er schließlich ganz verschwunden ist. Auch den nervigen Fleckenrändern, die oft trotz Reinigung später noch sichtbar sind, wird so vorgebeugt.

Tupft man dagegen vorsichtig mit einem Tuch und etwas Reinigungsmittel auf den Fleck, werden die Schmutzpartikel nach und nach von dem Tuch aufgenommen und aus dem Teppich „gesaugt“, bis der Fleck restlos verschwindet.

So läuft eine professionelle Teppichreinigung ab

Teppiche professionell reinigen lassen

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Ganz ohne Chemie gegen Flecken: mit Sprudelwasser und Küchenpapier

Viele Flecken lassen sich ganz ohne chemische – und damit oft umweltschädliche – Reinigungsmittel aus dem Teppich entfernen. Darunter fallen zum Beispiel Flecken der meisten Getränke und Speisen, aber auch Straßenschmutz von Schuhen. Die Zauberlösung heißt in diesem Fall: Sprudelwasser.

Dieses wird einfach großzügig auf die betroffene Stelle geschüttet und mit Küchenpapier bedeckt. Anschließend muss das Küchenpapier fest auf den nassen Fleck gedrückt werden, damit die Schmutzpartikel in Verbindung mit dem Sprudelwasser aus dem Teppich gesaugt und vom Papier aufgenommen werden.

Diese Variante der Teppichreinigung hat den Vorteil, dass sie günstiger als die meisten anderen Hausmittel oder gekauften Reiniger ist und keine zusätzlichen Flecken durch zum Beispiel Farbstoffe in Reinigern oder Ähnlichem entstehen können.

Und auch der Zeiteffekt ist positiv: Sprudelwasser und Küchenpapier hat so gut wie jeder zu Hause und griffbereit. So kann mit diesen Utensilien am schnellsten auf ein Malheur mit anschließender Fleckentstehung reagiert werden. Siehe auch Blogartikel: Interessante Trends bei der Teppichreinigung: Staubsauger mit Akku und Wasserfilter

Uralt und bewährt: Hausnatron

Hausnatron ist als Hausmittel so alt, dass es schon fast wieder in Vergessenheit gerät. Das tut aber seiner Wirksamkeit in allen möglichen Bereichen von Alltag und Haushalt keinen Abbruch – unter anderem ist Hausnatron ideal geeignet als Reinigungsmittel gegen Teppichflecken.

Für die Bekämpfung von Flecken im Teppich einfach etwas Natron mit Wasser vermischen, meist ist das genaue Mischverhältnis auf oder in der Packung vermerkt, und den Teppichfleck mit dieser Lösung betupfen. Je nach Verschmutzungsgrad muss mehr oder weniger Natronlösung verwendet werden und diese kürzer oder länger einwirken.

In den meisten Fällen löst sich der Fleck einfach auf oder kann mit Hilfe eines Tuchs abgetupft werden. Allerdings sollte man bei Teppichen in besonders kräftigen Farben, die nicht farbecht sind, eher vorsichtig mit der Verwendung von Hausnatron sein, da eine Natronlösung auch bleichend wirken kann.

Eis und Schleifpapier gegen „feste“ Flecken im Teppich

Gegen Flecken, die von nicht flüssigen Materialien verursacht werden – zum Beispiel Schokolade oder Kaugummi –, kommen ein Beutel mit Eiswürfeln und etwas feines Schleifpapier zum Einsatz. Indem der Eisbeutel auf den Fleck gelegt wird, werden Schokolade und Kaugummi in einen äußerst harten Zustand versetzt.

In diesem Zustand können Brösel und andere grobe Schmutzteile einfach weggesaugt werden. Für den Rest sorgt das Schleifpapier, das den noch übrigen hartgewordenen Schmutz einfach von den Teppichfasern raspelt. Das funktioniert nicht nur mit zuvor „eingefrorenen“ Flecken, sondern auch mit anderen hartgewordenen Materialien wie zum Beispiel getrockneter Window-Colour-Farbe oder Nagellackflecken.

Natürlich sollte darauf geachtet werden, dass nur ein sehr feines Schleifpapier zum Einsatz kommt, da mit einem gröberen die Fasern des Teppichs nachhaltig beschädigt werden können.

Salz gegen Rotweinflecken – was taugt der Klassiker?

Fast jeder kennt das alte Hausrezept, nach dem Salz den Tod für jeden Rotweinfleck bedeutet. Doch stimmt das wirklich? Die Antwort ist ganz klar: nein. Salz schadet als Fleckenentferner sogar mehr, als es nützt. Denn Salz bindet die Farbe und hat eine versiegelnde Wirkung, weshalb der Fleck nach der Behandlung mit Salz noch schlechter entfernt werden kann als davor.

Doch was kann man stattdessen benutzen? Oft hört man den Tipp „Gegen Rotwein nimm Weißwein“ und tatsächlich scheint sich in manchen Fällen der Rotweinfleck mithilfe von Weißwein entfernen zu lassen. Hilfreicher – und günstiger – ist dagegen eine Backpulverlösung.

Dazu wird Backpulver auf den Fleck gestreut und dann mit einer Lösung aus Wasser und Essigessenz, mehr Wasser als Essig, und einem weichen Schwamm auf dem Teppich zu Schaum verrieben. Der Schaum zieht nach einigen Stunden Einwirkzeit den Rotwein aus den Teppichfasern und kann, sobald er ganz getrocknet ist, ganz einfach ausgeklopft und ausgebürstet werden. Handelt es sich um keinen verklebten Teppich, sollte er im Anschluss noch in die Waschmaschine geworfen und kräftig durchgespült werden.

Gegen Wachs im Teppich: Löschpapier und Bügeleisen

Wachs auf dem Teppich ist kein Weltuntergang. Mit einem herkömmlichen Löschpapier und einem Bügeleisen können Wachsflecken ganz einfach vom Teppich entfernt werden. Dazu legt man das Löschpapier auf den Fleck und bügelt ohne Druck vorsichtig darüber.

Das Wachs wird so wieder flüssig und vom Löschpapier aufgesaugt. Handelt es sich um eine sehr große Menge Wachs, sollte der Großteil in kaltem und hartem Zustand mit einem Messer oder Löffel abgekratzt und mit dem Staubsauger beseitigt werden, bevor Löschpapier und Bügeleisen zum Einsatz kommen. Nur so ist eine restlose Beseitigung des Wachsflecks möglich, denn Löschpapier kann nur eine bestimmte Menge Wachs aufnehmen.

In begrenztem Umfang funktioniert der Trick auch bei frischen Fett- oder Ölflecken im Teppich. Siehe auch Blogartikel: 14 Fragen und Antworten, wenn Sie Ihren Teppich reinigen lassen wollen

Das Team am Arbeitsplatz

Einsatz unseres Teams bei der Teppichreinigung

Teppich professionell reinigen lassen

Für Teppichpflege ohne Experimente

Glasreiniger hilft nicht nur gegen Schmutz auf Fenstern und Spiegeln

Wer einen farblosen Glasreiniger zu Hause hat, hat gleichzeitig auch ein effizientes Mittel gegen Teppichflecken jeglicher Art zur Hand. Denn viele Flecken, besonders wasserlösliche, lassen sich mit ein bisschen Glasreiniger einwandfrei beseitigen.

Dazu einfach Glasreiniger auf den Fleck sprühen und mit einem feuchten Tuch vorsichtig, aber ausgiebig wieder abtupfen. Im Gegensatz zu Teppichschaum, Waschmittel oder anderen seifenhaltigen Reinigern schäumt Glasreiniger nicht so stark, weshalb er leichter wieder vom Teppich entfernt werden kann – inklusive der Schmutzpartikel.

Das ist wichtig, denn wenn Seifenreste im Teppich zurückbleiben, ziehen diese Schmutz geradezu an, wodurch die eigentlich von Flecken gereinigte Teppichstelle als ständiger Fleck zurückbleibt. Es darf aber auf keinen Fall farbiger Glasreiniger, häufig blau oder gelb, verwendet werden, da diese Farbstoffe den Teppich verfärben und so neue Flecken hinterlassen.

Der Nass-Staubsauger – Retter in der Not

Hilft alles nichts mehr, muss professionelle Hilfe ran. Doch nicht von einer teuren Reinigung ist hier die Rede, sondern von einem einfachen Nass-Staubsauger. Das ist doch auch teuer? Nein, nicht unbedingt, denn in vielen Baumärkten kann man solche Nass-Staubsauger ganz einfach ausleihen – schließlich braucht man so ein Gerät nicht jeden Tag, weshalb eine Neuanschaffung nicht unbedingt lohnenswert ist.

In manchen Situationen – und gegen besonders hartnäckige Teppichflecken – kann der Nass-Staubsauger aber der Retter in der Not sein. Man befüllt ihn je nach Verschmutzungsgrad des Teppichs mit bestimmten Reinigungsmitteln und Wasser – und los geht’s. Bedient werden Nassstaubsauger wie ganz normale Staubsauger, das kann also jeder.

Nach dem Reinigen ist das Erstaunen oft groß, wie „schwarz“ das Schmutzwasser ist bzw. wie viel Schmutz das Gerät aus dem Teppich holen kann. Also bei ganz hartnäckigen Flecken einfach mal im nächsten Baumarkt nachfragen.

Disclaimer: Nicht jeder Teppich kann gereinigt werden – zumindest nicht ohne die nötigen Fachkenntnisse. Teppichreinigung ohne Risiko gibt es nur vom Fachmann. Kontaktieren Sie im Zweifel Mr. Cleaner für eine Teppichreinigung vom Profi.

Weitere Informationen zu unserer Leistung finden Sie auch hier: Teppichreinigung