Reinigung nach Brandschaden: Die 12 wichtigsten Tipps für den Notfall

Titelbild: Reinigung nach Brandschaden: Die 12 wichtigsten Tipps für den Notfall

Ein Brand hinterlässt oft weit mehr als sichtbare Schäden. Neben Ruß, Löschwasser und zerstörten Gegenständen entstehen häufig auch gesundheitliche Risiken, unangenehme Gerüche und Folgeschäden an der Bausubstanz. Gerade in den ersten Stunden nach einem Brand ist es deshalb entscheidend, überlegt zu handeln und nichts zu unterschätzen.

In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie sich nach einem Brandschaden richtig verhalten, welche Reinigungs- und Sanierungsmaßnahmen notwendig sind und worauf Sie bei Kosten, Versicherung und Gesundheitsgefahren achten sollten. So erhalten Sie einen strukturierten Überblick für den Notfall und die Zeit danach.

Welche Ursachen können einen Wohnungsbrand auslösen?

Ein Wohnungsbrand kann sehr viele unterschiedliche Ursachen haben. In Deutschland zählen elektrische Fehler, menschliches Versagen bzw. Fehlverhalten, Überhitzung, Brandstiftung sowie feuergefährliche Arbeiten zu den fünf häufigsten Ursachen für einen Brandschaden. Unter den fünf häufigsten Brandschadenursachen stellt die Elektrizität die häufigste Ursache dar.

Ein Elektrobrand kann ziemlich schnell entstehen, sodass er sehr unerwartet eintritt. Dieser kann beispielsweise durch überlastete Mehrfachsteckdosen, veraltete bzw. defekte Elektrogeräte, Kabelbrand sowie durch Verpuffungen durch den Kamin verursacht werden. Neben der Elektrizität stellt auch menschliches Fehlverhalten eine häufige Ursache dar. Unter anderem zählen das Rauchen in der Wohnung, unbeaufsichtigte Kerzen sowie in der Pfanne brennendes Fett hierzu. Ein Brand durch Überhitzung sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden.

Materialien wie zum Beispiel Plastik auf einer heißen Herdplatte können sich durch Hitzeeinwirkung verformen. Wenn sie sich bis zur Zündtemperatur erhitzen, entsteht ein sogenannter Zimmerbrand. Brandeinsätze werden aber auch häufig aufgrund von Arbeiten wie zum Beispiel Schweißen, Trennschleifen oder Löten in der Garage oder im Keller ausgelöst.

Brandverursachende Tätigkeiten sollten nicht von Laien, sondern lediglich von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden. Die Ausbildung befasst sich auch mit dem Thema Brandschutz, worin strenge Vorgaben in der allgemeinen Tätigkeit bekannt sein müssten. Siehe Blog: Brandreinigung: Was gehört dazu & wie gehen Profis vor?

Wie verhalte ich mich nach einem Brandschaden?

Nach einem Brand ist es essenziell wichtig, die Brandwohnung bzw. das Gebäude keinesfalls zu betreten. Sich darin aufzuhalten, ist ebenfalls nicht ratsam. Die Ursache hierfür ist, dass nach einem gelöschten Brand immer noch giftige Gase, Dämpfe sowie Ruß in der Luft vorhanden sind. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass diese nicht eingeatmet werden.

Falls es notwendig sein sollte, informieren Sie den Vermieter bzw. Hauseigentümer, damit dieser seine Gebäudeversicherung kontaktieren kann. Im Notfall sollte alles stehen gelassen werden. Wenn überhaupt, sollten lediglich wichtige Dokumente bzw. Wertsachen aus der Wohnung mitgenommen werden. Dadurch wird die Ausbreitung von Ruß vermieden. Anschließend bedarf es einer gründlichen Reinigung nach Brandschaden.

Informieren Sie anschließend so schnell wie möglich Ihre eigene Hausratsversicherung bzw. Versicherung. Sie können erst nach Freigabe der Feuerwehr bzw. Polizei nach einer professionellen Reinigungsfirma nach dem Brand suchen, die den Brandschaden reinigen und sanieren kann sowie für die Rußentfernung sorgt. Siehe auch Blogartikel: 12 Tipps zur Reinigung nach einem Wasserschaden

Wo finde ich die richtige Reinigungsfirma für die Reinigung nach einem Brand?

In Branchenverzeichnissen sowie im Internet findet man eine entsprechende Reinigungsfirma zur Entfernung von Brandgeruch sowie zur Rußentfernung. Von diesen Firmen erhalten Sie dann eine ausführliche Beratung.

So läuft eine professionelle Brandreinigung ab

Brandschaden fachgerecht reinigen lassen

Schnelle Hilfe nach Feuer, Ruß und Löschwasser

Was kostet die Reinigung einer Brandwohnung?

Wie hoch die Kosten beim Brandschaden-Reinigen bzw. beim Brandschaden-Sanieren oder der Brandschadenbeseitigung ausfallen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das liegt daran, dass ein Brandschaden in seinem Ausmaß stark variieren kann. Aus diesem Grund kann der Preis für die Reinigung bzw. Sanierung von einem Hausbrand sehr unterschiedlich ausfallen.

Zumindest kann der Preis nach einer Besichtigung bzw. einer Beratung grob abgeschätzt bzw. auch ermittelt werden. Einflussfaktoren auf den Preis sind unter anderem die Größe der zu reinigenden Fläche sowie der Grad der Verunreinigung durch Löschwasser und Ruß. Des Weiteren üben die zu entsorgenden Möbelstücke ebenfalls einen Einfluss auf den Preis aus.

In der Regel liegen die Kosten zwischen 200 und 3500 EUR. Bei solchen Preisen sollte die Leistung Folgendes umfassen:

  • Die Beseitigung von Löschwasser
  • Das trockene Absaugen von Ruß
  • Das Entschutten
  • Das Beseitigen von Rauchgeruch
  • Betonsanierungsmaßnahmen, damit Chloridbelastungen beseitigt werden
  • Den Abbau der Dioxinbelastungen
  • Behandlung sowie Reinigung der Oberflächen
  • Die Überprüfung von Elektrogeräten wie zum Beispiel Lüftungs- und Klimaanlagen

Was gehört alles zur Brandschadenbeseitigung?

Es ist von essenzieller Bedeutung, dass die entsprechenden Erstmaßnahmen in der korrekten Reihenfolge nach einem Brand durchgeführt werden. Bevor irgendeine Arbeit aufgenommen werden kann, muss eine Gefährdungsbeurteilung von Strom, Gas sowie Wasser vorgenommen werden. Nach einem Brand wird zuerst zur Brandschadensanierung der Umwelteinfluss stabilisiert.

Dazu gehört unter anderem auch, dass einsturzgefährdete Bereiche abgesichert werden. Außerdem werden grundlegende Maßnahmen eingeleitet, damit die durch den Brand entstandenen Schäden keine Folgeschäden verursachen. Schließlich müssen auch Maßnahmen ergriffen werden, die die Schadstoffe minimieren. Siehe auch Blogartikel: Nikotingeruch entfernen 9 hilfreiche Tipps gegen Rauchgeruch

In der Regel steht die fachgerechte Entschuttung ganz oben auf dem Plan. In diesem Zusammenhang werden auch Brandschutt sowie Ruß entfernt und die Sanierung des Gebäudes begonnen. Außerdem sind nach dem Löschen des Brandes einige verschiedene Stellen vorhanden, die feucht sind. Diese Stellen benötigen eine fachgerechte Trocknung. Des Weiteren gehört zur Sanierung des Gebäudes auch das Aufräumen.

Obwohl sich das relativ einfach anhört, kann das nach einem Brand jedoch eine sehr anspruchsvolle Aufgabe darstellen. Eventuell muss auch die Elektronik in dem Gebäude begutachtet werden. Nachdem alles aufgeräumt ist, müssen im Brandbereich die Gegenstände fachgerecht gereinigt sowie einer Rußentfernung, bei Bedarf einer Luftreinigung sowie einer Geruchsbehandlung unterzogen werden.

Handelt es sich bei dem vorliegenden Brandschaden um einen Industrie- bzw. Gewerbebetrieb, müssen bei der Sanierung auch die Maschinen, die Elektronik sowie die Produktionsanlagen berücksichtigt werden.

Wie entfernt man am besten Ruß in einer Brandwohnung?

Achtung! Die Rußentfernung nach einem Brand ist mit einem erheblichen Gesundheitsrisiko verbunden. Das liegt daran, dass Ruß viele Substanzen enthält, die gesundheitsgefährdend sind. Von einer trockenen Rußentfernung, wie zum Beispiel mittels Staubsauger oder Besen, wird stark abgeraten, denn damit besteht die Gefahr, dass dieser sich verteilt und eingeatmet wird. Da Ruß bis in den Putz eindringt und krebserregende Stoffe enthält, gibt es auch Probleme, den Ruß mittels Wasser, Reinigungsmitteln und Bürste vollständig zu entfernen.

Nach einem gelöschten Brand ist es essenziell wichtig, dass die gesamte Wohnung bzw. das gesamte Haus ausreichend gelüftet wird. Das wird am besten erreicht, indem man sämtliche Türen sowie Fenster öffnet. Das gilt auch für die Bereiche, die von dem Brand nicht betroffen sind. Der Grund hierfür liegt darin, dass sowohl gefährliche Dämpfe als auch Ruß sich durch das gesamte Haus bzw. die gesamte Wohnung verteilen können.

Bei der Reinigung müssen bezüglich der Rußentfernung sämtliche Bereiche inklusive Wände, Decken sowie Gegenstände mit einem speziellen Staubsauger mit 7-fachem Filter sehr gründlich abgesaugt werden. Das gründliche Absaugen wird mindestens dreimal durchgeführt. Die Räumlichkeiten müssen nach jedem erfolgten Arbeitsschritt verlassen werden. Für mindestens eine Stunde dürfen diese nicht mehr betreten werden. Der Grund hierfür ist, dass durch das Absaugen der Ruß aufgewirbelt wird und sich erst wieder setzen muss.

Sind diese Arbeitsschritte vollständig abgeschlossen, besteht noch die Notwendigkeit, dass im Anschluss alles mit einem antistatischen Tuch abgewischt wird. Auch hier gilt wieder, dass die Räumlichkeiten für mindestens eine Stunde verlassen und nicht betreten werden dürfen. Als letzten Schritt müssen sämtliche wasserbeständigen Gegenstände mit einem nebelfeuchten Tuch gereinigt werden.

Reinigungsprofis für Brandschäden nutzen spezielle Reinigungsmaschinen, die auf einem Vakuumstrahlverfahren basieren und umweltfreundlich sind. Mit diesen speziellen Geräten wird Ruß ohne den Einsatz von Chemie und Wasser entfernt. Dabei bleiben auch keine Rückstände nach der Absaugung. Mit diesen speziellen Geräten gelangen keine Schadstoffe nach draußen.

Die speziellen Maschinen besitzen einen geschlossenen Kreislauf inklusive 7-fachem Filtriersystem, in dem die Schadstoffe aufgefangen werden. Nach dem Arbeitsschritt kann dann eine problemlose sowie umweltgerechte Entsorgung durchgeführt werden. Bei der Nutzung dieser speziellen Reinigungsmaschine, welche auf dem Vakuumstrahlen basiert, ist das Tragen von Atemschutzmasken oder anderer persönlicher Schutzausrüstung nicht notwendig.

Mittlerweile arbeiten diese speziellen Reinigungsmaschinen relativ leise und sind leicht zu bedienen. Die Haube, welche bei vielen Geräten aus Stahl besteht, wird einfach auf die zu entrußende Fläche gesetzt und man fährt gleichmäßig über die Oberfläche. Die Haube besitzt in der Regel Sichtfenster, sodass man beobachten kann, wie der Ruß eingesaugt wird. Siehe Blog: Wasserschaden: Warum muss professionell gereinigt werden?

Wie wird der Rauchgeruch aus einer Brandwohnung entfernt?

Das Erste, was nach einem Brand gemacht werden muss, ist gründlich zu lüften. Je nach Bedarf müssen sämtliche in der Wohnung bzw. dem Gebäude vorhandenen Fenster und Türen für mehrere Stunden bzw. Tage geöffnet werden. Indem sämtliche Fenster und Türen, auch die der nicht betroffenen Räumlichkeiten, geöffnet werden, entsteht ein Durchzug.

Die effizienteste Methode zur Entfernung des Rauchgeruchs stellt die Ozonbehandlung dar. Hierfür gibt es spezielle Geräte. Diese Ozon-Geräte werden sowohl für die Reinigung als auch für die Geruchsneutralisierung der Luft verwendet. Ozon wird zur Neutralisierung von Gerüchen verwendet, die durch Feuer, Bakterien, Rauch, Chemikalien und weitere Gerüche aus organischen Quellen verursacht werden.

Vergleichbar ist die angenehm reine sowie saubere Luft mit der Luft nach einem Gewitter. Hierfür werden aktive Sauerstoffmoleküle verwendet. Beim Gewitter wird jedoch kein Geruch neutralisiert.

Des Weiteren kann der Geruch mit alkalischen Reinigungsmitteln, die einen pH-Wert zwischen 9 bis 13 besitzen, bekämpft werden. Reicht die Reinigung mit alkalischem Reinigungsmittel nicht aus, ist eine Geruchssanierung notwendig. Saugfähige sowie poröse Oberflächen werden mit einem speziellen Desinfektionsmittel eingesprüht. Hierzu zählen Putz, Ziegel, Holz sowie Beton. Übrig gebliebene glatte Oberflächen werden mit einem speziellen Mittel behandelt.

Wenn schwer zugängliche bzw. große Räume, welche nicht mit Ruß belastet sind, einer Geruchsneutralisierung unterzogen werden sollen, wird eine Verneblung mit Hilfe von sehr feinen Aerosolen empfohlen. Hierbei können drei unterschiedliche Aerosole zum Einsatz kommen. Oxidierende Aerosole, welche schnell abgebaut werden und den Brandgeruch neutralisieren, kommen in Frage.

Des Weiteren können trockene Aerosole oder auch geruchsmodifizierende Aerosole zum Einsatz kommen. Auch diese Aerosole neutralisieren den Geruch sehr effizient. Dabei wird der Geruch eingekapselt und durch eine reduzierte Luftoxidation zersetzt.

Wie lange dauert die Reinigung einer Brandwohnung?

Da ein Brand unterschiedlich starke Schäden verursachen kann, kann hier keine pauschale Angabe erfolgen. Der Umfang des Brandes bestimmt die für die Reinigung benötigte Dauer. Essenziell wichtig für die Antwort auf diese Frage ist, wie viel durch Löschwasser sowie Ruß verschmutzt wurde. So kann beispielsweise lediglich ein kleiner Teil der Küche betroffen sein, aber auch das gesamte Erdgeschoss eines Hauses.

Falls das Feuer unmittelbar nach Ausbruch gelöscht werden konnte, ist die Rußbildung im Vergleich zu einem Großbrand nicht so großflächig. Nachdem die Aufräumarbeiten durchgeführt wurden und der Schaden durch einen Gutachter festgehalten wurde, wird das Gebäude von einem Bautrockner mehrere Wochen lang getrocknet. Deshalb kann eine ordentliche Sanierung von einem Brandschaden schon gerne mal mehrere Wochen bis zu einigen Monaten dauern. Das hängt essenziell von dem Ausmaß des Brandes sowie der Größe des Objektes ab.

Bei einem kleineren Küchenbrand kann das in ein bis zwei Wochen schon behandelt worden sein. Dass ein Auftrag zu einem Brandschaden von Handwerkern gegenüber einer Renovierung bevorzugt wird, ist selbsterklärend. Mitarbeiter, die eine Weiterbildung als Brandsanierer besitzen, gibt es mittlerweile auch nicht wie Sand am Meer.

Gibt es Gesundheitsgefahren durch Schadstoffe nach einem Brand?

Es sind durchaus Gefahren in einem Brandhaus vorhanden, die gesundheitlich nicht ganz unerheblich sind. Es bilden sich bei jedem Brand einige Schadstoffe, die gesundheitsgefährdend sind. In den durch einen Brand entstehenden Gasen bilden sich mehr als 5000 unterschiedliche Stoffe, die für den Menschen schädlich sind.

Darunter sind beispielsweise auch Kohlenmonoxid sowie CO2. Ist der Brand gelöscht, bleiben trotzdem Gefahren bestehen. Die Stoffe, an denen zuvor Ruß gehaftet hat, auch wenn diese ausgewaschen wurden, bleiben trotzdem gefährlich. Diese können Entzündungsreaktionen in den einzelnen Zellen verursachen und besitzen eine giftige Wirkung auf Zellen. Brandgerüche sowie flüchtige bzw. schwerflüchtige Substanzen, die nach einem Brand übrig bleiben, stellen ebenfalls eine Gesundheitsgefährdung für die Bewohner der Immobilie dar.

Welche gesundheitsgefährdenden Stoffe vorhanden sind, hängt unter anderem auch von der Brandtemperatur ab. Bei einem Schwelbrand, welcher sich durch niedrige Brandtemperaturen zwischen 200 und 300 °C kennzeichnet, entstehen beispielsweise chlorhaltige Brandgüter. Unter anderem zählen hierzu PVC wie Kabel, Bodenbeläge, Vinyltapeten, Spielzeug sowie Fensterrahmen. Dabei entstehen Substanzen wie zum Beispiel PCDD/F, welches auch zu den Dioxinen gehört, oder PCB, welches zu den polychlorierten Biphenylen gehört. Beide Substanzen sind toxisch.

Bei Bränden bilden sich in der Regel immer krebserzeugende sowie gesundheitsschädigende Substanzen, die zur Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, gehören. Das sind schwerflüchtige Verbindungen, welche sich relativ häufig an Ruß anlagern. Des Weiteren bilden sich mittelflüchtige sowie flüchtige Substanzen. Diese sind für die typischen Gerüche verantwortlich, die in einem Raum, der gebrannt hat, vorhanden sind.

Was zahlt die Versicherung nach einem Brand?

Falls Sie eine Hausratsversicherung besitzen, kommt diese für die Gegenstände im Haus, die durch ein Feuer beschädigt wurden, auf. Die Hausratsversicherung übernimmt sämtliche Kosten an den beweglichen Gegenständen, die sich im Haus während des Brandes befunden haben und beschädigt wurden. Sie erhalten also die Wiederbeschaffungskosten von gleichwertigen Gegenständen oder aber die Reparaturkosten.

Die Versicherung übernimmt in der Regel auch die Kosten, die für eine Reinigung nach dem Brand verursacht werden. Haben Sie in der Gebäudeversicherung eine Feuerversicherung inklusive, übernimmt diese sämtliche Kosten von Schäden, die durch einen Brand, einen Blitzschlag oder eine Explosion von Elektrogeräten entstanden sind.

Selbst wenn eine Brandstiftung durch Dritte vermutet wird, übernimmt die Wohngebäudeversicherung sämtliche durch einen Feuerschaden entstandenen finanziellen Belastungen des Versicherungsnehmers. Von der Wohngebäudeversicherung werden die Kosten für Schäden durch das Löschwasser, die Kosten für den Feuerwehreinsatz, im Falle einer Unbewohnbarkeit die Hotelkosten sowie die Kosten für Aufräumarbeiten übernommen. Bei grober Fahrlässigkeit allerdings kann die Versicherung die Kostenübernahme kürzen.

Man spricht von grober Fahrlässigkeit, wenn der gesunde Menschenverstand außer Betrieb gesetzt wird und die erforderliche Sorgfalt im alltäglichen Leben missachtet wird. Im Genauen bedeutet dies, dass potenzielle Gefahrenquellen beachtet und präventiv abgesichert werden müssen. So sollte beispielsweise kein offenes Feuer wie zum Beispiel eine Kerze unbeobachtet gelassen werden. Verlassen Sie das Zimmer, während eine Kerze brennt, zählt das als grobe Fahrlässigkeit.

Wenn dadurch ein Brand zustande kommt, muss der Fahrlässige einen Teil der Kosten übernehmen. Der unsachgemäße Umgang mit elektronischen Gegenständen sowie deren mangelnde Sicherung bedeutet ebenfalls, dass man auf einem Teil der Kosten sitzen bleibt.

Das Team am Arbeitsplatz

Einsatz unseres Teams bei einer Brandreinigung

Professionelle Hilfe nach einem Brandschaden

Für schnelle Unterstützung bei Ruß, Rauch und Löschwasser

Wie werden Wasserschäden getrocknet?

Sämtliche nassen bzw. durchfeuchteten Materialien müssen nach einem Wasserschaden vollständig und gründlich getrocknet werden. Bei der Nässe von Bauwerken unterscheidet man grundsätzlich in drei Varianten: Decken- und Wandnässe, Bodennässe sowie Hohlraumnässe. Bei der Bodennässe ist in der Regel auch der Estrich betroffen. Es stehen unterschiedliche technische Spezialverfahren zum Trocknen von Böden zur Verfügung.

Zu den unterschiedlichen Arten gehören unter anderem:

  • Wärme- und Luftzufuhr: Es wird Wärme sowie Luft zum Trocknen eines Wasserschadens eingesetzt.
  • Ventilatoren, Luftdüsen und Bohrungen: Zur Trocknung von Decken und Wänden, eine Ausnahme bilden Hohlblocksteine, kommen Ventilatoren, Trocknungsgeräte sowie Gebläse zum Einsatz.

Welche weiteren Sanierungen sind nach einem Brand notwendig?

Damit das Schadensausmaß begrenzt werden kann, reicht das sofortige Ergreifen von Erstmaßnahmen nicht aus. Es gilt, diese in der richtigen Reihenfolge zu ergreifen. Nur durch das Einhalten der richtigen Reihenfolge können unnötige Folgeschäden sowie kostenintensive Umwege bei der Sanierung von Brandschäden verhindert werden.

Daraus folgt die Notwendigkeit der Beauftragung eines professionellen Fachbetriebs zur Sanierung der Schäden, die durch einen Brand verursacht wurden. Es ist empfehlenswert, sich an einen auf Brandschäden spezialisierten Verband wie zum Beispiel den Handwerkerverband zu wenden. Für die Wiederherstellung eines Gebäudes muss nach einem Brand beispielsweise auch ein Malerbetrieb beauftragt werden.

Von diesem Malerbetrieb werden sämtliche notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel die Entsorgung von Elektrogeräten sowie die Trocknung von Wasserschäden, die durch das Löschwasser entstanden sind, mit den Sanitär- und Elektrobetrieben koordiniert. In Abhängigkeit des Ausmaßes der Schäden wird entschieden, welche Gewerke in die Sanierung des Gebäudes eingebunden werden müssen.

Außerdem wird entschieden, welche Maßnahmen zur Vorbehandlung notwendig sind, damit ein einwandfreies Resultat erzielt werden kann. Es besteht beispielsweise auch die Möglichkeit, dass Flächen abgetragen und anschließend wiederhergestellt werden müssen. Es werden bei einer Sanierung des Brandschadens sämtliche Räume, die vom Brand betroffen sind, grundlegend saniert.

Hierzu gehören verrußte Flächen, die intensiv gereinigt, sowie beschädigte Türen, Rohre, Böden, Fliesen, Wände und Elektronik, die repariert, fach- und umweltgerecht entsorgt oder saniert werden müssen.

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